
Wolfgang Donsbach
Das Weimar-Syndrom
Der Kommunikationswissenschaftler Wolfgang Donsbach hat festgestellt, dass wir Journalisten für mächtig, aber unmoralisch halten. Er diagnostiziert eine die Demokratie gefährdende Vertrauenskrise und fürchtet, dass die gemeinsame Gesprächsgrundlage unserer Gesellschaft verloren geht.
Wolfgang Donsbach, Jahrgang 1949, ist Professor für Kommunikationswissenschaft an der TU Dresden. Nach Promotion bei Elisabeth Noelle und Habilitation an der Universität Münster führten ihn berufliche Stationen an die Universitäten Dortmund, Mainz und Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind Journalismus, öffentliche Meinung, politische Kommunikation und Rezeptionsforschung. In den Jahren 1995 bis 1996 war Donsbach Präsident der World Association for Public Opinion Research und 2004/2005 Präsident der International Communication Association.