
Bascha Mika
Genosse Leser
Immer wieder stand die taz kurz vor der Pleite, immer wieder hat sie doch überlebt. Zu ihren Lesern hat sie ein besonderes Verhältnis: Sie werden beschimpft, erpresst und als Verleger in die Pflicht genommen. Bascha Mika, von 1998 bis 2009 Chefredakteurin der taz, erklärt, warum das Genossenschaftsmodell ein Zukunftsmodell auch für andere Zeitungen sein könnte.
Bascha Mika wurde 1954 in Comprachtschütz (Polen) geboren. Sie machte zunächst eine Banklehre, holte dann ihr Abitur nach und studierte Philosophie, Germanistik und Ethnologie in Bonn und Marburg. 1988 begann sie als Redakteurin bei der taz, wurde 1998 Mitglied der Chefredaktion und 1999 alleinige Chefredakteurin. Nach elf Jahren an der Spitze der taz – viel länger als ihre Vorgänger – hat sie sich 2009 von der taz verabschiedet. Heute leitet Mika den Studiengang Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin.