
Siegfried Weischenberg
Das Ende einer Ära
Der Journalismus kämpft um seine Bedeutung. Zu früherer Größe wird er nicht zurückfinden, sagt der Kommunikationswissenschaftler Siegfried Weischenberg. Dennoch müssen wir ihn erhalten. Zur Not mit Staatsgeldern.
Siegfried Weischenberg wurde 1948 in Wuppertal geboren und studierte Soziologie, Geschichte, Wirtschaftswissenschaft und Kommunikationswissenschaft. Nach Volontariat und Redakteurstätigkeit bei der Neuen Ruhr Zeitung berichtete er für Printmedien, Nachrichtenagenturen und Rundfunkanstalten. Nach seiner Promotion 1976 war er am Aufbau einer hochschulgebundenen Journalistenausbildung der Universität Dortmund beteiligt, bevor er an die Westfälische Wilhelms-Universität nach Münster wechselte und dort die Abteilung Journalistik leitete. Von 1999 bis 2001 war Weischenberg Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV). Seit 2000 ist Weischenberg Inhaber des Lehrstuhls für Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Hamburg.